Am Gedenktag der Hl. Katharina von Alexandrien feiert das Leopoldinum das Patrozinium. Zu diesen Hochfest lud das Seminar DDr. Ludwig Juza den Regionalvikar des Opus Dei für Österreich ein. Anschließend saßen wir noch gemütlich beisamen und erfuhren viel über das Opus Dei.
Am heutigen Hochfest feiert das Leopoldinum das Patrozinium der Seminarkapelle. Die Hl. Katharina von Alexandrien derer sie geweiht ist,
ist eine legendäre Gestalt, sie wurde erst ab dem 10. Jahrhundert überliefert. In ihrer Gestalt vereinigen sich Schicksal und Wesenszüge der heidnischen Gelehrten Hypatia, die 415 durch Cyrill von Alexandria getötet worden war. Zunächst entstand die Leidensgeschichte, die starke Verbreitung erfuhr; von ihr ausgehend erfolgte dann weitere Ausschmückung und im 12. bis 15. Jahrhundert wachsende Legendenbildung.
Aus der Legende:
Katharina reiste nach Alexandria. Als der römische Kaiser Maxentius während eines Militärzugs in die Stadt heidnische Opfer auch von den Christen verlangte, intervenierte sie und fragte, warum der Kaiser nicht seinem Aberglaube abschwöre und sich zu Christus bekenne. Der Kaiser verlangte auch von ihr das Götzenopfer; Katharina weigerte sich und bestand darauf, ihr Recht und ihre besseren Argumente in einer Diskussion zu beweisen. Der Kaiser lud die 50 besten Philosophen ein, die aber allesamt gegen die kluge Argumentation Katharinas die Waffen strecken mussten und sich dann selbst taufen ließen; dafür wurden sie vom wütenden Kaiser verbrannt. Nun bot der selbst Katharina die Ehe an; sie weigerte sich, worauf der Kaiser ihr die Kleider vom Leib riss; er ließ sie mit bleikugelbesetzten Geißeln auspeitschen und ins Gefängnis werfen. Im Kerker brachte ihr eine weiße Taube Nahrung, ein Engel tröstete sie, worauf die Wachmannschaft sich bekehrte.
Schließlich sollte Katharina gerädert und gevierteilt werden, doch die Räder brachen und töteten statt dessen die Folterer. Dieses Wunder brachte das Volk, die Garde und die Kaiserin auf ihre Seite. Als seine eigene Frau ein Bekenntnis über die Macht des Christengottes ablegte, ließ der Kaiser Katharinas Brüste abreißen und seine ganze von ihr bekehrte Garde umbringen. Wenig später ließ er Katharina enthaupten, doch aus ihrer Halswunde strömte kein Blut, sondern Milch; Engel ergriffen ihren Leib und entführten sie auf den Berg Sinai, wo das um 550 entstandene Kloster des brennenden Dornbusches
- nach 2. Mose 3, 2 - 4 - nun nach ihr benannte wurde.
des brennenden Dornbusches- nach 2. Mose 3, 2 - 4 - nun nach ihr benannte wurde.
Zu diesem Hochfest lud das Leopoldinum den Regionalvikar des Opus Dei für Österreich ein DDr. Ludwig Juza. Ludwig Juza wurde 1956 in Wien geboren, hat an der Universität Wien Philosophie und an der Universität von Navarra Theologie studiert. Er ist seit 1974 Mitglied des Opus Dei, war in verschiedenen Zentren der Prälatur in Wien, Salzburg und Innsbruck in leitender Funktion tätig und gehörte 1983 bis 1994 der Regionalkommission an, d.h. dem Ratsgremium des Regionalvikars des Opus Dei.
In der Hl. Messe brachte er uns die Hl. Katharina näher und ihre Wichtigkeit für die Theologiestudierenden deren Patronin sie auch ist. Nach dem Abendessen war noch ausreichend Gelegenheit mit DDr. Juza ins Gespräch zu kommen und er führte in das Werk von Opus Dei ein und deren Aufgaben in der Welt und Österreich.
