Der Auftrag

„Das Leopoldinum will Seminaristen oder Kandidaten, die ihm von Bischöfen oder Instituten des Geweihten Lebens bzw. Gesellschaften des Apostolischen Lebens anvertraut werden, auf den Dienst des Priesters oder des Diakons vorbereiten, um durch das Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz … die nötige theologische Ausbildung für ihr künftiges geistliches Amt zu erwerben. Auch Priester können – zwecks Ergänzungsstudien an der Hochschule – im Leopoldinum aufgenommen werden.

Im Leopoldinum soll auch Seminaristen und Kandidaten, die keine für den staatlichen Bereich gültige Hochschulreife erlangt haben, ermöglicht werden, entweder durch die Ablegung der Studienberechtigungsprüfung nach österreichischem Studienrecht das ordentliche Studium der Fachtheologie zu absolvieren oder in einem besonderen Studiengang, dem Dritten Bildungsweg, die nötigen Kenntnisse zu erwerben, falls der entsendende Ordinarius die entsandten Seminaristen oder Kandidaten für diese außerordentliche Studienform zugelassen hat. …

Das Leopoldinum steht Seminaristen aus der ganzen Welt offen, falls diese von ihrem zuständigen Ordinarius für das Studium an der Hochschule in Heiligenkreuz und für die Seminarausbildung im Leopoldinum bestimmt wurden.“ (Auszug aus dem Statut).

Für die Kirche und den Aufbau des Gottesreiches stellt sich das Leopoldinum in den Dienst für das Gnadengeschenkt des Weihepriestertums und verfolgt das Ziel, Männer zu reifen Persönlichkeiten von gediegener theologischer Ausbildung, aufrichtiger religiöser Gesinnung und echter Spiritualität für die in Gott sich gründende Hirtenaufgabe zu formen.

„Sorgfältig sind die Alumnen in dem zu unterrichten, was in besonderer Weise zum geistlichen Amt gehört, vor allem in der Ausübung der Katechese und der Predigt, im Gottesdienst und in besonderer Weise in der Feier der Sakramente, im Umgang mit Menschen, auch mit Nichtkatholiken und Nichtgläubigen, in der Pfarrverwaltung und in der Erfüllung der übrigen Aufgaben.

Die Alumnen sind über die Erfordernisse der ganzen Kirche zu unterrichten, so dass sie sich um die Förderung von Berufungen, um Angelegenheiten der Mission und der Ökumene und um andere drängende Nöte, auch sozialer Art, sorgen.“1

Sie müssen auch angeleitet werden, den Blick für die Gesamtkirche zu finden mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

1. CIC 256, 1-2