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Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz
Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz
4. Sonntag im Jahreskreis C - 3. Februar 2019
„Sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen“
Wenngleich ich auch kritische Anmerkungen zur neuen revidierten Einheitsübersetzung habe, hier lässt uns der Bibeltext in einer überraschenden Weise aufhorchen. Denn er griechische Text spricht von den „logoi des charitos“, den Worten der Gnade, und nicht von einer „begnadeten Rede“.
Was kann uns dies sagen.
Er, der Herr Jesus, das ewige Wort des Vaters, spricht „Worte der Gnade“ aus. Worte, die die Menschen seiner Zeit, seine Zuhörer in der Synagoge, erstaunten.
Was uns der Text aber als „Alle stimmten ihm zu“ wiedergibt, verschleiert ein wenig, dass der griechische Text vom „martyrion“ spricht, in der Zeitwortform „emartyroun“, also „alle legten Zeugnis für ihn ab“. Auch die Vulgata hat dies noch berücksichtigt, wenn sie diese Worte wiedergibt: „Omnes testimonium illi dabant“
Wenn also der Herr „Worte der Gnade“ ausspricht, ist die natürliche Reaktion, ihm zuzustimmen, Zeugnis für ihn abzulegen. Auch wenn danach sofort Zweifel aufkommen.
Diese Bewegung in der Synagoge darf uns Aufruf und mahnendes Beispiel für unser eigenes Leben, für unser Verhältnis zum Herrn und für unsere Reaktion auf sein Wort sein.
Zum Ersten: Erkennen wir Jesu Worte wirklich aus „Worte der Gnade“? Oder hat uns das Leben mit seinen Ecken und Kanten, hat uns die akademische Beschäftigung mit der Heiligen Schrift kalt und gefühllos gemacht. Können wir uns im Herzen anrühren lassen, wenn wir die Worte der Bibel hören? Können wir spüren, wie das Hören dieser Verse im wahrsten Sinn des Wortes Gottesbegegnung ist? Ein Aufruf an uns, ein Impuls, den wir in die abendliche Gewissenserforschung einfügen können.
Zum Zweiten: Sind wir bereit, ihm zuzustimmen? Oder lassen wir uns Hintertürchen, das berühmte „Ja aber“, anstatt wirklich vorbehaltlos das Wort des Herrn anzunehmen. Sind wir bereit, für Ihn unser „Testimonium“, unser „Zeugnis“, unser „Martyrion“ abzulegen? Mitunter bis zum Äußersten, wie es das ins Deutsche übertragene Wort „Martyrium“ ja nahe legt?

Zum Dritten: Wie lange dauert es, bis sich in uns der Widerspruch regt? Suchen wir dann nach Ausflüchten, nach ähnlichen Argumenten wie die Menschen der damaligen Zeit, die aus seiner Familienverbindung einen Grund finden, seinen Worten nicht zu glauben? Wissen wir, dass genau diese Haltung jene großen Krisen der Kirche und der Gesellschaft von heute hervorrufen würde?

Die Lesung aus dem Buch Jeremia, jene Berufung des Propheten, legt uns aber nahe, mit großem Vertrauen den Weg des Herrn nachzugehen. „Mögen sie dich bekämpfen, sie werden dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten – Spruch des HERRN.“
Wie das rechte Zeugnis für ihn, für sein Wort aussieht, sagt uns der 1. Korintherbrief. Eine ehrliche Liebe, die keine Hintertüren kennt, die vorbehaltlos den anderen annimmt, die nicht erniedrigt und nicht von oben herab behandelt. Ein großer Auftrag, der aus der Kraft des Glaubens, genährt durch das Wort des Herrn, erfüllt werden kann.
Amen.
Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz
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Habemus rectorem!
Wir haben einen neuen Rektor: Pater Wolfgang Buchmüller, Forschungsdekan und Professor für Spirituelle Theologie wurde von Abt Maximilian zum Nachfolger von Pater Karl Wallner ernannt. Unser Pater Karl bleibt uns Gott sei Dank als Professor für Dogmatik und Spirituelle Theologie erhalten. Pater Johannes Paul Chavanne wird als Generalsekretär der Hochschule den neuen Rektor untersützen.
Betet für uns und unsere Studenten! An Gottes Segen ist alles gelegen. Voll Vertrauen gehen wir in die Zukunft!
Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz
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Wir gratulieren Herrn Mag.theol. Andreas Lerch zu seiner erfolgreichen Defensio! Er ist derzeit im Pastoralkurs im Bistum Eichstätt und wird in einigen Monaten zum Diakon geweiht! Gottes Segen!
Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz
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Im Leopoldinum leben zur Zeit vier Seminaristen, die der Ukrainisch-katholischen Kirche angehören. Die Ukrainisch-katholische Kirche ist eine Kirche des byzantinischen Ritus. Am Dienstag hatten die Seminaristen des Leopoldinum nun die Freude, an einer "göttliche Liturgie" teilnehmen zu dürfen.
Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz
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Die heilige Karmelitin Elisabeth von der Dreifaltigkeit besucht unsere Katharinenkapelle!

Montag, 4. Februar 2019
17.00 Uhr Empfang des Reliquienschreins der Hl. Elisabeth im Hochschulhof, feierliche Prozession zur Katharinenkapelle
Gebet der Studenten
18.00 Uhr Hl. Messe mit hw. Abt Maximilian Heim

Die Reliquien der heiligen Karmelitin Elisabeth von der Dreifaltigkeit (* 18.7.1880 - † Dijon, 9.11.1906) kommen auf Einladung der Karmeliten nach Österreich (25.1.-7.2.2019).
Am 25. Januar beginnt der Besuch eines größeren (1mx80cm) Reliquienschreins in Österreich, der Gebeine der Heiligen Elisabeth von der Dreifaltigkeit enthält. Der Schrein wird 13 Orte (Pfarrkirchen, Ordensgemeinchaften) besuchen und öffentlich zur Verehrung ausgestellt. Das Programm finden Sie im Anhang bzw. auf der Homepage
www.elisabeth.karmel.at
auf die Sie gerne hinweisen können. Wir stellen gerne Bilder der Heiligen in guter Auflösung zur Verfügung.
Elisabeth von der Dreifaltigkeit, auch bekannt als Elisabeth von Dijon wurde am 18. Juli 1880 geboren. Sie trat am 02. August 1901 in den Karmel von Dijon ein. Dort lebte sie im Glaubenswissen der lebendigen Gegenwart Gottes in der Seele. Grosse innere Prüfungen und eine schwere Krankheit kennzeichneten ihren Weg. Mit 26 Jahren starb sie an einer damals unheilbaren Krankheit. Am 16. Oktober 2016 wurde Elisabeth von Papst Franziskus heiliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 09. November. Elisabeth von Dijon wird von Ordensleuten ebenso von Menschen, die in der Welt leben, als geistliche Lehrerin geschätzt. Ihre Briefe, Gedichte und Aufzeichnungen regen an „aus dem Inneren“ zu leben, aus der „kleinen Zelle“ des menschlichen Herzens.
Elisabeth schrieb besonders an Laien, denen sie einen Weg in die Sammlung und Innerlichkeit zeigte.
„Jeden Augenblick möchte Gott, dass wir alle Sorge um uns aufgeben, auch die um unsere Sünden, um in jene Einsamkeit zurück zu gehen, die ER sich auf dem Grund unserer Seele erwählt hat. Er will uns von unseren Schwächen, Fehlern und vor allem, was uns verwirrt, befreien! Er ist ja immer in seiner Güte über uns geneigt!“ Und: „Alle Erwählten haben zunächst durch die große Bedrängnis hindurchgehen müssen und den Schmerz, (…) kennen lernen müssen (…) Was immer geschieht, glaube an die Liebe“.
Kurz vor ihrem Tod äusserte sich die Heilige selbst zu ihrer künftigen Sendung: „Mir scheint, es wird meine Aufgabe im Himmel sein, die Seelen zu gewinnen, indem ich ihnen helfe, von sich selbst wegzukommen, um Gott in einem ganz einfachen und liebevollen Streben anzuhangen, und sie in diesem tiefen inneren Schweigen zu bewahren, das Gott erlaubt, sich ihnen einzuprägen und sie in Sich selbst zu verwandeln“. Oder: „Ja, ruf Deine kleine Schwester an, ihr Glück im Himmel wird nur umso grösser sein: es wird ihr eine so grosse Freude bereiten, Dir zu helfen…“.
Am 7. Januar in Linz endet die Durchreise des Schreins in Österreich, der anschliessend an seinen üblichen Ruheort nach Dijon (Frankreich) kehren wird.
Verantwortlich für den Besuch in Österreich:
P. Roberto Maria Pirastu OCD Karmelitenkloster Silbergasse 35, 1190 Wien Tel. 0699/19681225 roberto@karmel.at www.karmel.at
Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz
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Am Tag nach dem Fest der Erscheinung des Herrn wurden das Seminar und die Zimmer der Seminaristen gesegnet.